IHK Berlin unterstützt Forderung nach ICC-Abriss
Die IHK Berlin unterstützt die Forderung von Finanzsenator Dr. Ulrich Nußbaum nach einem Abriss des ICC. Zugleich sieht sich die IHK in ihren Einschätzungen bestätigt. „Wir begrüßen, dass der Senator bei der ICC-Sanierung angesichts der immens hohen Kosten die Reißleine ziehen will“, erklärte heute IHK-Hauptgeschäftsführer Jan Eder.
„Damit wäre der Weg frei, um auf dem Messegelände ein neues Messezentrum zu errichten“, betonte Eder. Vorteil eines solchen Neubaus wäre es auch, dass dieser den gestiegenen Anforderungen an die Kongress- und Gebäudetechnik entsprechen könnte. Im Vergleich zu einer Sanierung des ICC würden nicht nur Investitionskosten gespart, sondern auch erhebliche Mittel beim Unterhalt der Immobilie.
Bereits ohne die nun vom Finanzsenator befürchtete Kostenexplosion beim ICC-Umbau würde die Sanierungsvariante eine Mehrbelastung für den Berliner Haushalt in dreistelliger Millionenhöhe bedeuten. Jan Eder: „Statt weitere Millionen - die uns angesichts der Haushaltlage nicht zur Verfügung stehen - in ein Fass ohne Boden zu werfen, müssen wir jetzt schnell darüber nachdenken, wie wir die herausragende Stellung Berlins als internationaler Messe- und Kongressstandort zukunftssicher machen.“ Aus Sicht der Wirtschaft darf jetzt keinesfalls die lähmende, ideologische Diskussion über die „Ikone“ ICC wieder aufleben.
Eder mahnte eine rasche Entscheidung des Senats an: „Wir brauchen für die Akquisition der Messen und Kongresse schnell Klarheit.“ Berlin dürfe sich als eine der führenden Kongressmetropolen nicht selbst in Frage stellen. Das Messe- und Kongressgeschäft sei ein wichtiger Faktor für die Berliner Tourismus- und Gastronomiebranche – gerade jetzt in Zeiten der Wirtschaftskrise.
Presseinformation der IHK Berlin vom 15. Oktober 2009

© IHK Berlin