Lebenslanges Lernen
Europa fordert und fördert den stetigen Einsatz der Lernprozesse. An das Berufsleben sind immer mehr neue Anpassungen und neue Anforderungen gekoppelt. Lernen ist in unserer Gesellschaft das wesentliche Werkzeug für die Gestaltung individueller Lebens- und Arbeitschancen und stellt in Deutschland eine große politische und gesellschaftliche Herausforderung dar.
Lebenslanges Lernen bedeutet die Möglichkeit einen Abschluss nachzuholen, aber auch die im Beruf erworbenen Kompetenzen zertifizieren zu lassen. Die Verwirklichung des Lebenslangen Lernens ist entscheidend für die Perspektive des Einzelnen, den Erfolg der Wirtschaft und die Zukunft der Gesellschaft. Der Bildungsweg beinhaltet nicht mehr ausschließlich die traditionelle Form des Lernens. Er umfasst die Gesamtheit des formalen, nicht-formalen und informellen Lernens. Er integriert Vorschulbildung, schulische Bildung, Berufsbildung, Hochschulbildung sowie allgemeine und berufliche Weiterbildung zu einem aufbauenden und durchlässigen Gesamtsystem.
Um Lebenslanges Lernen zu ermöglichen, muss die Transparenz im europäischen Bildungsraum erhöht werden, die Beratung verbessert werden und eine Qualitätssicherung aller Bildungsbereiche angestrebt werden. Neue Lehr- und Lernkulturen müssen gefördert, ein Umfeld geschaffen werden, welches das Lernen fördert und erworbene Weiterbildungsleistungen müssen zertifiziert werden können und auf europäischer Ebene anerkannt werden. Dafür müssen Bildungswege transparenter und durchlässiger werden.
Lebenslanges Lernen soll alle Begabungen mobilisieren und die Bildungsbeteiligung der Bürger in der EU erhöhen. Die Gestaltung von Lernprozessen muss offen sein, um eine möglichst hohe Proessionalität erreichen zu können. Lebenslanges Lernen ist die Vorraussetzung, um die Herausforderungen des gesellschaftlichen und demographischen Wandels zu meistern.
Lebenslanges Lernen ist ein wichtiger Innovations- und Wettbewerbsfaktor sowie ein Beitrag zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit und zur Prävention von Arbeitslosigkeit.
Das europäische Programm „Lebenslanges Lernen“ führt folgende, bis 2006 getrennten Programme zusammen:
- LEONARDO DA VINCI (berufliche Bildung), Förderung der Mobilität von Auszubildenden und des Ausbildungspersonals sowie der Entwicklung innovativer Ansätze in der Berufsbildung
- COMENIUS (schulische Bildung), Unterstützung von Schulpatenschaften, Mobilität von Scülern/Schülerinnen, Lehrern/Lehrerinnen und neuen Lehrmethoden
- ERASMUS (Hochschulbildung), Förderung von Aufenthalten an europäischen Hochschulen, europaweite Unternehmenspraktika für Studierende
- GRUNDVIG (Erwachsenenbildung), Förderung der Entwicklung von Kursen und innovativen Lehr- und Lernmethoden
Ergänzt wird diese sektorale Struktur von einem Programmteil, der vor Allem die Bereiche Fremdsprachen, Informations- und Kommunikationstechnologie sowie politische Zusammenarbeit fördert.

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